Lebendige Flussauen

Naturschutzgroßprojekt Mittelelbe-Schwarze Elster

Foto: Volker Gehrmann/karacho.berlin
Foto: Volker Gehrmann/karacho.berlin

Landkreis Wittenberg, 25.01.2024 Seltene Arten wie Bekassine, Eisvogel, Rotbauchunke und Großer Feuerfalter sind in den Flussauen der Elbe zu Hause. Dies gilt auch für den Unterlauf der Schwarzen Elster. Doch Flora und Fauna sind stark bedroht, denn Eingriffe des Menschen wie Deichbau, Laufverkürzungen und Flussbegradigungen führen zur Entkoppelung von Fluss und Auen. Jährlich gräbt die Elbe ihr Flussbett um ca. 2,5 cm tiefer, deshalb sinkt der Grundwasserspiegel und die Flussauen trocknen aus. Die Schwarze Elster wurde vor etlicher Zeit begradigt und erhöht somit ihre Fließgeschwindigkeit. Dieser voranschreitenden Nachteile für die Flüsse und die angrenzenden Gebiete soll Einhalt geboten werden.

 

Das Naturschutzgroßprojekt wird von der EU, dem Bund und der Heinz Sielmann Stiftung getragenen. Seit 2020 laufen die Planungen. Ab 2025 soll die langwierige Umsetzung zwischen Gallin und Jessen und um Bösewig konkret angegangen werden. Bis 2032 sollen erste wichtige Erfolge zu sehen sein: Auen und alte Flussläufe der Schwarzen Elster und Elbe werden wieder bewässert. 

 

Projektleiter Dr. Heiko Schumacher von der Heinz Sielmann Stiftung berichtete am 25. Januar über die Entstehung des Projekts und die derzeitige Planungsphase sowie die Ziele .

 

Am 27. April 2024 schließt sich 15 bis 18 Uhr für Interessierte eine Führung vor Ort an. Dafür ist eine Anmeldung notwendig. Der Treffpunkt wird den Teilnehmenden nach der Anmeldung bekanntgegeben.

 

Zur kostenlosen Veranstaltung lädt der NABU Kreisverband Wittenberg alle Interessierten ein. Um großzügige Spenden für das Projekt wird gebeten. Sie tragen dazu bei, gefährdete Flussauen zu schützen und wiederherzustellen. Anmeldung und Informationen beim NABU Kreisverband Wittenberg, 

 

Tel.: 03491 409058 (Di und Do) oder per Mail an info@nabu-wittenberg.de

 

Fotos und Text: Wolfgang Nebel