Das Dessauer Elbetal (kurz: Elbaue)

Die Elbaue mit der Strom-Elbe durchquert der Landkreis Wittenberg von ost nach west und trennt sichtbar und fühlbar die Nord- und Südregion.

Die Elbaue liegt in einer Höhe von 65 - 70 m ü. M. Die Landschaft entstand gleichfalls im Pleistozän, wurde aber im Holozän ausgeformt und ist damit erdgeschichtlich jünger als Fläming und Dübener Heide. Die breite Flussniederung, ein Urstromtal, zieht sich durch den mittleren Teil des Kreises und ist reich an Gewässern. Aus östlicher Richtung fließt die Schwarze Elster hinzu. Die Elbe mäandriert in diesem Abschnitt stark und durch periodische Überflutungen wurden dicke Schichten von Auelehm abgesetzt. Eingestreut in die ebene Flussaue sind Inseln dünenartiger holozäner Sandaufwehungen oder Talsandanschwemmungen. Diese tragen heute Kiefernforste. Einen nachhaltigen Gestaltwandel erfuhr die Elbaue seit 1862 durch die Eindeichungen der Elbe. Seither gibt es die Trennung zwischen der außerdeichs (im Überschwemmungsgebiet) liegenden Elbaue und der innerdeichs geschützt liegenden Aue. Letztere wird bei fruchtbaren Böden intensiv ackerbaulich genutzt (überwiegend als Dauergrünland für Mahd und Weide) und von einem umfangreichen Entwässerungsnetz durchzogen. So ergibt sich in der Elbaue das Bild einer weitläufigen, durch Grünland, Weiden und sogar Äcker geöffneten Landschaft mit Auenwaldresten, Baumreihen, Solitärbäumen und Gebüschen. Daneben gibt es Feldweiher, Kolke, Risse und feuchte Senken als Zeugen alter Elbläufe. Neben der Stromelbe sind die naturnahen, Stieleichen geprägte Auenwälder mit üppiger Kraut- und Strauchschicht, die regelmäßig überflutet werden, charakteristisch und nahezu einmalig für Mitteleuropa. Wir unterscheiden zwischen Hartholz- und Weichholz- Aue. Die Hartholz-Auenwälder sind reich strukturierte Laubwälder und haben eine große Bedeutung für das Vorkommen von Säugetieren, besonders in Teilbereichen, die infolge des Hochwassereinflusses einer geringen forstlichen Beeinflussung unterliegen. Hartholz-Auenwälder treten im Gebiet an der mittleren Elbe als Eichen-Eschen-Ulmenwald auf. Die Altbaumbestände sind reich an Höhlen und Totholz. Die vorhandenen Weichholz-Auenwälder sind mit Weiden und Pappeln weniger langlebig, das Kernholz wird nach kurzer Zeit morsch. Es bilden sich hier große Hohlräume, die vielen höhlenbewohnenden Tierarten ohne „Vorarbeit“ durch Spechte Lebensraum bieten.
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