Die Dübener Heide (kurz: Heide)
Im südlichen Teil des Landkreises gelegen, zeigt sie sich abwechslungsreich
mit Wäldern und Seen sowie einer reichhaltigen Naturausstattung.
Die Saaleeiszeit (Drenthestadium) hat die Landschaft der Dübener Heide geprägt.
Unser Anteil an der Dübener Heide gegenüber dem sächsischen Bereich
erstreckt sich an der Kreis- und Landesgrenze im Südwesten über den
Schmiedeberger Stauchendmoränenbogen, die Wasserscheide zwischen
Elbe und Mulde. Als „Heide“ wird für gewöhnlich ein unbebautes und unfruchtbares,
teils sandiges Gebiet bezeichnet, das mit Heidekraut bewachsen ist.
Es handelt sich hier jedoch um ein großes, geschlossenes Waldgebiet
mit etwa 900 km². Beherrschende Baumart ist auch hier die Kiefer.
Im Gegensatz zum Fläming gibt es Laubwaldgebiete und zahlreiche
Mischwälder mit Eiche, Birke und Erle sowie größere, zusammenhängende
Bestände der Rotbuche. Zahlreiche Stehgewässer sowie Teiche und einige,
z. T. renaturierte Bachläufe durchfließen die Heide. Es werden wieder Höhen
von etwa 180 m ü. M. erreicht. Seit dem 19. Jahrhundert wurden die Wälder
der Dübener Heide in Wirtschaftswälder umgewandelt. Die Rodungsinseln und
Grundmoränenplatten unterliegen ackerbaulicher Nutzung. Insgesamt steht in der
Landschaftseinheit Dübener Heide rund 56 % Waldflächenanteil einem
Flächenanteil von rund 31 % Ackerfläche gegenüber. Im westlichen
Bereich der Dübener Heide befindet sich die Oranienbaumer Heide,
die ähnlich der im Fläming liegenden „Heiden“ bislang militärisch genutzt wurde.
Sie ist gleichfalls ein ausgedehntes Waldgebiet mit großräumigen Offenlandbiotopen,
welches westlich von der Muldeaue umgrenzt wird. Diese genannten
„Heideflächen“ können sich heute naturnah entwickeln und waren auch
in der Vergangenheit kaum einer Bewirtschaftung ausgesetzt.